Rendite eines Batteriespeichers berechnen

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Ein Batteriespeicher verdient an Preisunterschieden und an Regelleistung. Beides schwankt. Wer die Rendite abschätzen will, braucht deshalb keine Punktprognose, sondern eine nachvollziehbare Rechnung mit klaren Annahmen – und den Mut, sie in beide Richtungen zu drehen. Diese Seite zeigt den Rechenweg an einem Beispiel mit 20 MWh Kapazität und 10 MW Leistung.

Woher die Erlöse kommen

Der Round-Trip-Wirkungsgrad entscheidet über die tatsächliche Marge. Bei 90 Prozent kostet jede eingespeiste MWh 30 / 0,9 = 33 EUR im Einkauf. Aus 100 EUR Verkaufspreis bleiben also rund 67 EUR Rohmarge je MWh – nicht 70.

Beispielrechnung: 20 MWh / 10 MW

PositionWert
Investition (200 EUR/kWh schlüsselfertig)4.000.000 EUR
Einspeisung bei 450 Vollzyklen9.000 MWh/a
Stromverkauf900.000 EUR
Regelleistung (10 MW × 65.000 EUR)650.000 EUR
Stromeinkauf (10.000 MWh × 30 EUR)−300.000 EUR
Wartung, Versicherung, Verwaltung−91.000 EUR
Netzentgelte (Risikoansatz 10 % trotz Befreiung)−80.000 EUR
EBITDA vor Betreibervergütung1.079.000 EUR

Davon gehen Abschreibung (15 Jahre linear), Zinsen für das Bankdarlehen und Steuern ab. Bei 50 Prozent Fremdkapital zu 5 Prozent Zins bleibt im ersten vollen Betriebsjahr eine Rendite auf das Eigenkapital der Investoren von rund 12 Prozent – und ein Cashflow nach Kapitaldienst von etwa 460.000 EUR. Die Zahlen stammen aus demselben Modell, das auf der Startseite interaktiv läuft; dort lässt sich jede Annahme ändern.

Die vier Stellschrauben mit der größten Wirkung

Warum eine einzelne Renditezahl wenig aussagt

Das Erlöspotenzial eines Referenzspeichers schwankte 2026 zwischen rund 95.000 EUR/MW/a im Februar und knapp 200.000 EUR/MW/a im März. Die Intraday-Spreads sanken im ersten Quartal 2026 um 43 bis 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr, weil immer mehr Batterien in denselben Stunden laden. Gleichzeitig wächst mit jedem Solarpark die Spreizung wieder. Wer eine Rendite nennt, sollte deshalb die Bandbreite mitnennen. Aktuelle Monatswerte für Deutschland veröffentlicht der Clean Horizon Storage Index.

Belastbarer als eine Punktprognose ist die Nachrechnung: Ein digitaler Zwilling mit historischen Marktdaten zeigt, was eine Anlage in einem vergangenen Zeitraum tatsächlich verdient hätte. Genau das leistet der Leitstand von Jung & Meyer.

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Stand: 26.09.2026. Diese Seite ist eine Projektinformation und kein Verkaufsprospekt. Sie enthält keine Anlage- oder Rechtsberatung. Alle Zahlen sind Modellrechnungen auf Basis der angegebenen Annahmen.